ZNU goes Circular

ZNU goes Circular

Warum ZNU goes Circular?

Im Fokus vieler Nachhaltigkeitsdebatten steht die Frage, wie ein erfolgsversprechender Umgang mit Verpackungen, insbesondere solchen aus Kunst- und Verbundstoffen, zukünftig aussehen soll. Obgleich richtungsweisende Institutionen fordern, Produktlebenszyklen zu schließen und dahingehend die Verantwortung der Herstellenden zu stärken (vgl. RNE 2021), fallen in Deutschland noch rund 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an – umgerechnet 227,5 kg pro Kopf – von denen bisher nur rund 69% recycled werden (UBA, 2020). Dieses noch vorhandene Recyclingpotenzial gilt es auszuschöpfen, um essentiell zur Schließung der Kreislaufwirtschaft beizutragen.

Laut der aktuellen FMCG-Studie (ZNU/LZ, 2021) wird das Thema "Verpackung" sowohl von Hersteller- als auch Handelseite als "besonders relevant" angesehen.

Das ZNU möchte seinen Partnerunternehmen die Möglichkeit geben, hier ein deutliches Zeichen zu setzen und sie auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft begleiten. Dies soll im Rahmen der im November 2021 gestarteten Initiative ZNU goes Circular geschehen.

Ziel der Initiative

Ziel der Initiative ZNU goes Circular ist, dass die Verpackungen der teilnehmenden Partnerunternehmen maximal recyclingfähig gestaltet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir nach der Verpackungsanalyse im Optimierungsprozess auf die frühe Einbindung möglichst vieler Anspruchsgruppen, also neben dem Unternehmen selbst beispielsweise auch Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels oder NGOs. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die theoretisch recyclingfähige Verpackung auch in der Praxis tatsächlich recycelt wird.

Außerdem sind wir überzeugt, dass verschärft Maßnahmen gegen den bereits in die Umwelt eingebrachten Verpackungsmüll ergriffen werden sollten. Daher werden die teilnehmenden Partnerunternehmen Projekte der Müllbeseitigung zu Land und Wasser unterstützen.

Bis Ende des zweiten Quartals 2022 möchten wir gemeinsam mit interessierten ZNU-Partnerunternehmen eine "First-Mover"-Phase durchführen, um unseren Projektansatz und v.a. den Austausch mit den Anspruchsgruppen (Handel, NGOs, Verpackungshersteller und andere) weiter testen zu können. Kommen Sie daher bei Interesse gerne auf uns zu: znu@uni-wh.de.

Schritte zur Circularity

Schritt 1: Status Quo & Handlungsempfehlung

Schritt 2: Umsetzung

Schritt 3: Auszeichnung mit Siegel

Schritt 4: Projekt "Aufräumen"


Übersicht der Schritte


Wer ist das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung?

Das anwendungsorientierte Forschungsinstitut in der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke wurde 2008 von Dr. Axel Kölle und Dr. Christian Geßner gegründet. Das ZNU beschäftigt derzeit 15 Mitarbeitende.

Die Mission des ZNU ist es, Nachhaltigkeit greifbar zu machen und Menschen für die Chancen Nachhaltigen Wirtschaftens zu begeistern. Die Schwerpunkte liegen in Forschung und Lehre, in der Weiterbildung von Führungskräften und in der Durchführung von Arbeitskreisen und Konferenzen.

Das ZNU hat den ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften entwickelt und etabliert, der Unternehmen dazu dient, Schritt für Schritt nachhaltiger zu werden. Der Standard Nachhaltiger Wirtschaften ist der einzige praxiserprobte und extern zertifizierbare Standard für nachhaltiges Wirtschaften, der alle drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales integriert und die Entwicklung eines integrierten Managementsystems zum nachhaltigeren Wirtschaften fordert und fördert.

Mehr Info: ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften